Schmerzsklave

Mein neues Fetisch Profil bringt mir Gäste in den Chat, oha.
Der Vorteil meines nächsten Gastes war, dass er mich in eine völlig neue Situation brachte über die ich vorher nicht viel Zeit hatte nachzudenken:

Er: bist du auch dominant?
Ich: ja
Er: hast du was zum Auspeitschen da?
Ich: einen Gürtel
Er: und ein dominantes Outfit?
Ich: logisch
Er: ich habe einen etwas ungewöhnlichen Fetisch
Ich: dann trage ihn mir mal vor
Er: mein Fetisch ist es, wenn die Herrin vor der Cam die peitsche schwingt und ich mich vor meiner Cam vor schmerzen winde, so als ob ich unter ihr liegen würde
Ich: ist definitiv machbar
Er: dabei muss ich mich an einer sehr rauen Matratze reiben, das tut dem Sklavenschwanz sehr weh
Ich: ein wenig Vorbereitung ist nur auch bei mir nötig
Er: ja, deshalb möchte ich alles vor der Session klären, wenn du willst
Ich: finde ich gut. Wo soll ich denn meine Cam am besten hinstellen, damit du eine bessere Vorstellung hast?
Er: zur Cam komm ich gleich, aber rauchst du?
Ich: kann ich machen
Er: ich mag es auch, wenn die Herrin mich mit der Glut foltert - Branding
Ich: okay
Er: zur Cam: ich möchte bitte von ganz unten zu dir aufschauen müssen
Ich: und das mit der Zigarette, sollen ich sie irgendwo hindrücken oder halten?
Er: einfach ganz nah an die Cam, du wirst schon sehen, wie ich dann vor Schmerzen schreie
Ich: ok, schaue mal, welche Kameraposition bei mir möglich ist
Er: hast du ein Leder-Outfit?
Ich: ein Lack-Outfit
Er: ok, hast du hohe Stiefel mit spitzen Absätzen? Zum treten und lecken?
Er: aber wenn möglich ohne Plateau?

Ich: nur Heels mit hohen und spitzeren Absätzen
Er: sind auch ok
Er: darf ich auch dein Gesicht sehen?

Ich: in der Session, ja
Er: magst du mal ganz kurz in die Cam schauen, damit ich eine Vorstellung habe?
Ich: sehe jetzt aber nicht streng aus
Er: du bist hübsch
Ich: danke
Er: aber ein strenges Gesicht ist natürlich besser
Er: das wäre dann auch schon mein letzter Wunsch:
Ich: fällt dir noch was ein - ja ich werde in meiner Rolle strenger sein!
Er: ich brauche meine Herrinnen als sehr hart, grausam und streng, die ohne auf mein Gewimmer zu hören, mich weiter “bearbeiten”
Er: und das Ganze ohne eine Miene zu verziehen, also eiskalt
Er: solange sie wollen und ohne auf mein Gejammer um Gnade zu hören

Ich: also ich bin kein Profi, strenge mich aber an, damit wir beide auf unsere Kosten kommen
Er: ich möchte Angst vor meiner Herrin haben, Angst, weil ich nicht weiß, was als nächstes für eine Folter kommt
Ich: tust du dir denn etwas bestimmtes an, wenn du da liegst?
Er: nein, aber du wirst sehen, du wirst deinen Spaß haben, wenn ich vor Schmerzen schreie
Er: aber dazu musst du wirklich kalt und unbarmherzig sein, und mich wie ein Stück Sch…. behandeln
Er: eiskalt

Ich: gut, ich denke wir bekommen das hin
Er: das sind viele Wünsche, gell?
Ich: wenn wir das so vorab klären, dann ist es für mich klar und auch in Ordnung
Er: das glaub ich, war dann alles
Ich: okay, XXX, also lass mich sehen, wie ich hier die Cam positioniere und mich umziehen und du kommst um halb zwölf wieder
Er: 23.30?
Ich: genau
Ich: ich erwarte dich dann
Ich: pünktlich
Er: und bitte wirklich hart dann schlagen, nicht nur in die Hand klatschen lassen, sondern hart durch die Luft ziehen, so als ob ich vor dir kriechen würde
Ich: ja
Er: bis dann
Ich: bye

Punkt 23.30 Uhr ging ich umgezogen online.

Meine Haare hatte ich streng nach hinten zu einem Dutt gebunden, meine Augen mit einem schwarzen Kajal umrandet und meine Lippen dunkelrot geschminkt.

Auf dem Boden legte ich eine Decke an dessen Rand ich die Kamera befestigte. Die Decke sollte auch den Schall dämpfen, wenn ich mit meinen überaus hohen High Heels auf dem Laminat rumstöckelte. Auch sollte der Gürtel nicht unbedingt auf das Laminat knallen, denn a.) konnte dies mein Campartner eh nicht hören und b.) wäre der Mitternachtsbesuch meines Nachbarn unter mir bestimmt mehr als peinlich geworden. Ich als Domina verkleidet in dieser biederen Gegend! Dann hätte ich wohl gleich umziehen müssen.

Mein Notebook stand auf dem Couchtisch, neben der Decke. Mein eigenes Cambild aus der Froschperspektive darauf zu sehen, riesen Füße und irgendwo ganz oben dieser kleine Kopf, gefiel mir gar nicht. Aber da ertönte auch schon das Signal, dass der Gast nun meinen Chat betrat.

Und mit diesem Signal war plötzlich alles um mich herum vergessen, keine Bedenken, keine Unsicherheiten. Ich war in meiner Rolle als strenge Herrin von einer Sekunde auf die andere drin. Hochkonzentriert.
Mein Campartner schaltete sein Bild dazu. Ich sah in auf dem Bauch liegend auf einer Matratze und seine Cam war vor seinem Bett, also am Kopfende etwas erhöht befestigt. Er schaute mich direkt an, gut sah er aus, etwa Mitte/Ende dreißig.

Es war ein bizarres Spiel. Ich quälte und folterte ihn, so wie er es vorher von mir verlangte und es abgesprochen war. Jedesmal wenn mein Gürtel durch die Luft Richtung Boden (Cam) schnellte, sah ich auf dem Bildschirm einen Mann, dessen Gesicht vor Schmerz errötete und sich verzog.
Nur an meiner Wortwahl muss ich noch feilen, denn mehr als Nichtsnutz, ungeliebtes Etwas und Wurm fiel mir nicht ein.
Nach etwa 20 Minuten entschied ich, das er für heute genug habe. Ich brandmarkte ihn noch mit einer glühenden Zigarette, die ich vor die Cam ganz nah hielt als mein Eigentum. Und zum Abschluss durfte er sich an der kratzenden Matratze noch schubbern und erleichtern.

Er: ich würde mich freuen, bald wieder vor ihnen zu kriechen
Ich: und ich, wenn du mir wieder zu Füßen liegst, windend vor Schmerz selbstverständlich
Er: und ich hätte nie gedacht, dass aus der Dame, die ich am Anfang auf dem Sofa kennengelernt habe, so eine extreme Herrin werden konnte

Ganz ehrlich, ich auch nicht!

Mein Schlusswort zu diesem Chat
Ich habe zwei Tage lang überlegt, ob ich den ganzen Chattext hier veröffentliche. Letztendlich mich aber dagegen entschieden, weil er wirklich ausschließlich krass ist. Für mich war es ein Spiel und ich war in dieser Situation drin. Ich habe den Gürtel zwar durch die Luft geschwungen oder die Zigarette vor die Cam gehalten, doch der Session-Text liest sich, als wäre es wirklich passiert. Eine Veröffentlichung wäre nicht nur eine Anleitung zur Quälerei, sondern auch für mich mehr als befremdlich!